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Familientradition
Unser Bauernhof 2017-10-12T08:26:45+00:00

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Geschichte und Geschichten

Die Geschichte unseres Ortes „Ussenburg“ geht bis in das Jahr 1317 zurück.

Erstmals erwähnt…

Erstmals wurde unser Hof im Jahre 1694 erwähnt. Ein Georg Stöger, der wohl im Nachbarort Grünten geboren war, lebte auf diesem Hof. Er war es auch, dem unser Anwesen den Hofnamen „ Beim Jörgl“ zu verdanken hat.

Zur damaligen Zeit wechselten die Besitzer in kurzen Abständen. Gründe gab es damals viele. Manchen war es auf Dauer zu einsam hier in Ussenburg, andere konnten nicht gut wirtschaften und „verganteten“.

Die Familie Kinker…

Wieder andere waren vielleicht kinderlos und mussten deshalb den Betrieb verkaufen.

Die Familie Kinker stammt eigentlich vom „Wieshof“ bei Bernbeuren. Als im Jahre 1918 der Bauernhof in Ussenburg zum Verkauf stand, zögerte mein Uropa Johann nicht lange, und erwarb diesen Hof.

Mit seiner Familie zog er hierher und bald lenkte sein Sohn Josef die Geschicke.

Talentierter Bauer…

Josef war ein talentierter Bauer, der seiner Zeit weit voraus war. Er besuchte die Landwirtschaftsschule, kaufte sich eine Melkmaschine und traute sich, als einer der Ersten im Landkreis, einen neumodischen Traktor anzuschaffen.

Josef interessierte alles Technische. Mit seinem Wagemut und Weitblick war er ein vielbeachteter und geschätzter Bauer.

Fleiß und Einsatz…

Meine Eltern, Johann und Elisabeth übernahmen schliesslich im Jahr 1964 das elterliche Anwesen. Ihrem Fleiß und ihrem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass sich der Betrieb unter ihrer Führung prächtig entwickelt hat. Die Anfangsjahre von Johann und Elisabeth waren finanziell alles andere als rosig.

Sie ließen sich aber nicht entmutigen, hielten zusammen und versuchen das Beste aus der Situation zu machen.

Handwerkliches Geschick…

Meine Mutter hat Ende der 60 er Jahre schon erkannt, dass es ein gutes Geschäft wäre, „Sommerfrischler“ aufzunehmen.
Mit viel handwerklichem Geschick und ihren letzten Ersparnissen bauten sie in den Jahren 1970/71 den Dachboden zu einer großen Ferienwohnung aus.

Damit waren sie die Ersten, die Urlaub auf dem Bauernhof in der Gemeinde Rosshaupten anboten.

 

Die folgenden Jahre…

In den folgenden Jahren kauften sie einen neuen Traktor, ihren ersten Audi 100, bauten die Stallungen um, und leisteten sich einen Heukran, der die Arbeit in der Scheune wesentlich erleichterte.Die ganze Familie half zusammen, als Johann zwei Tiefsilos mauerte.

Zu dieser Zeit war ich in der Fremdlehre auf einem anderen Betrieb.

Bäuerliche Erfahrungen…

Im Anschluß an meine Lehrzeit übte ich die Tätigkeit als Probenehmer aus, und besuchte einmal im Monat umliegende Bauernhöfe, um dort von den Kühen die Milchproben abzunehmen.

Das war eine schöne Zeit mit bäuerlichen Erlebnissen, die es heutzutage nicht mehr gibt.

Vom Keller bis zum Dach…

Als meine Eltern Irmi und mir den Hof im Jahre 1995 übergaben begannen wir umgehend mit der Renovierung der zwei Ferienwohnungen. Unser Ziel war es, den Qualitätsstandard zu heben, und die Wohnungen komfortabel einzurichten. In den darauffolgenden 20 Jahren gab es eigentlich kein Jahr, in dem nicht irgendetwas gebaut wurde. Wir renovierten das Haus vom Keller bis zum Dach, bauten X-mal den Stall um, und verwirklichten unsere architektonischen Träume.

Nachhaltige Wirtschaftsweise…

Uns beiden war eine umweltverträgliche, nachhaltige Wirtschaftsweise schon immer eine Herzensangelegenheit. Deshalb stellten wir unseren Betrieb im Jahre 1998 auf „Bio“ um, und betreiben seitdem unseren Hof im Ökologischen Landbau.

Eine gravierende Entscheidung fiel im Jahr 2005, als wir einen Großteil der Scheune und des Stalles abrissen und begannen, neue Ferienwohnungen zu bauen.

Goldrichtig…

Diese Wohnungen sollten großzügig, sonnendurchflutet und eine davon sogar barrierefrei werden. Dieser Entschluss, an einem der schönsten Plätze des Allgäus in Ferienwohnungen zu investieren, war goldrichtig.

Die nächste bauliche Veränderung erlebten unsere Kühe. Für sie bauten wir mit viel Eigenleistung in den Jahren 2007/2008 einen modernen Liegeboxen- Laufstall mit allem möglichen Komfort. Dies danken uns die Kühe, indem sie viel Milch geben und gesund bleiben bis ins hohe Alter.

Hof, Tiere und Lage…

Unsere schöne Lage schätzen nicht nur wir, sondern auch Filmteams, die unseren Hof und die Tiere schon mehrmals für Werbefilme ausgesucht haben.

Mittlerweile vermieten wir unsere Tiere auch professionell an Filmagenturen.

Teilnahme „Landfrauenküche…

Das Highlight des Jahres 2015 war die Teilnahme von Irmi an der „Landfrauenküche“ einer bekannten Sendung des BR.

Es war ihr sehnlichster Traum, dort einmal dabei zu sein, dieses Flair zu erleben, und die kulinarischen Genüsse der Kolleginnen zu geniessen.

Ceres Award 2016…

Der spannendste und zugleich glitzernste Höhepunkt unserer landwirtschaftlichen Karriere war die Teilnahme am Ceres Award 2016 in Berlin.

Dort wurden die besten, innovativsten Landwirte aus Deutschland und dem benachbarten Österreich gekürt.

Wir schafften es ins Finale im Bereich Bio-Landwirt und durften über den Roten Teppich laufen…..

Thema Öffentlichkeitsarbeit…

Ja, und um noch das Thema Geschichten zu erwähnen, die ich in der Überschrift angekündigt habe:
Mir liegt das Thema Öffentlichkeitsarbeit sehr am Herzen. Ich bin der Meinung, wir Bauern müssen mit zu Hilfenahme aller möglichen Medien zeigen was wir tun, und warum wir es tun. Dies dient dazu, dass die Konsumenten wieder Verständnis, Wertschätzung und Vertrauen für die Tätigkeit der Bauern bekommen.

Daher poste ich Interessantes bei facebook, Google+ und Instagram. Zusätzlich erstelle ich Videos bei you tube im eigenen Kanal und bei MyAllgäutube. Und weil es mich ab und zu kribbelt, schreibe ich Blogbeiträge, die Ende des Jahres 2017 in einem Buch erscheinen werden: „Bauer Franz, Glücksgefühle to roll on.“